Aufforderung zum dialogischen Prozess
Verfahren zur Anerkennung informellen Lernens / Klaudia Haase und Harry Neß
In immer kürzeren Zyklen verändert sich die Arbeits- und Berufswelt mit der Folge, dass berufliche Tätigkeits- und Qualifikationsprofile ständig wandelnden Anforderungen und Rahmenbedingungen unterliegen. Um diesen im Voraus kaum mehr bestimmbaren Anforderungen besser gerecht werden zu können, sind sämtliche vorhandenen Bildungs- und Lernpotenziale auszuschöpfen. Das bedeutet eine Einbeziehung, Neubestimmung und Anerkennung aller Lernkontexte, seien diese nun formal, non-formell oder informell angelegt. Gebraucht werden dafür zuverlässige Verfahren der Kompetenzerfassung und -bewertung und der Vertrauensbildung zwischen unterschiedlichen Akteuren. Der Artikel verweist auf bereits vorliegende deutsche und internationale Erfahrungen und skizziert zentrale Qualitätskriterien eines Verfahrens der Erfassung und Bewertung informellen Lernens. Die Autoren plädieren für eine enge Entwicklungspartnerschaft der relevanten Akteure in einem diskursiven Verfahren, um durch größtmögliche Akzeptanz eine Vertrauensbasis zur Bewertung und Anerkennung informellen Lernens zu erreichen.
GdWZ Grundlagen der Weiterbildung, 16 (2), 15-17. Neuwied 2005
ISSN 0937-2172


